Nicht selten, weil man ansonsten nur schwer über die Runden kommt: Nebentätigkeiten von Polizeibeamten am Beispiel von Berlin und Brandenburg

Polizeibeamter in Berlin, das bedeutet für viele in den unteren Diensträngen, dass sie finanziell nur knapp über die Runden kommen. Der Senat erklärte auf Anfrage eines Abgeordneten, dass über 1.200 der 16.400 Polizeibeamten Nebentätigkeiten nachgehen, kann man diesem Artikel entnehmen. Nun handelt es sich dabei oft um ganz unterschiedliche Nebentätigkeiten und Motive bei denen, die das machen. Ein Beispiel aus dem Artikel:

»Ein Polizeiobermeister, 40, seit 15 Jahren bei der Polizei, rechnet vor: „Ich habe mit allen Zulagen und Kindergeld etwa 2400 Euro netto.“ Davon gehen für die private Krankenversicherung, die er neben der den Beamten gewährten Beihilfe braucht, 240 Euro ab. 1200 Euro kostet die Miete für die 90 Quadratmeter große Wohnung im Umland, monatlich werden für den kleinen Sohn 300 Euro Kitagebühr fällig. Zwar verdient seine Ehefrau als Krankenschwester mit, deswegen landet die Familie am Monatsende nicht oft in den roten Zahlen. Aber „passieren darf nichts. Eine Autoreparatur oder große Urlaube sind nicht drin“, sagt der Polizist. Der Berliner arbeitet deshalb bis zu 24 Stunden im Monat als Fitnesstrainer, meist an Vormittagen vor Nachtdiensten. Er verdient so im Durchschnitt 300 Euro dazu, ist aber auch selten zu Hause.«

Nicht zu vergessen: Der Hauptberuf mit seinen Zwölf-Stunden-Schichten verlange ihm auch immer mehr ab. Zwischen fünf und 30 Überstunden macht er im Monat, das bringt zwar Geld – aber die Familie leidet. 

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Ein Bürgerbeauftragter für die Landespolizei soll in Berlin 2018 kommen – nach dem Vorbild von Rheinland-Pfalz

Für Berlin ist es Neuland. Bis Anfang 2018 wollen sich die Fraktionen von SPD, Linkspartei und Grünen auf einen Antrag im Abgeordnetenhaus verständigen, um die Stelle eines Bürgerbeauftragten des Landes Berlin und Beauftragten für die Landespolizei zu schaffen.

Das kann man diesem Artikel entnehmen: Beauftragter für die Polizei kommt 2018 in Berlin. Damit soll eine entsprechende Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden: »Zur Stärkung der Bürgerrechte und der Akzeptanz polizeilichen Handelns wird die Koalition das Amt einer oder eines Bürgerbeauftragten des Landes Berlin und Beauftragten für die Landespolizei nach dem Vorbild von Rheinland-Pfalz einrichten«, heißt es dort.

»Auch Polizeibeamte können sich an ihn bei Problemen wenden. Die Fälle Gesundheitsbelastungen auf Schießstände und Vorwürfe – wie aktuell – bei der Polizeiakademie in Berlin wären ebenfalls Fälle für einen solchen Beauftragten, denen dieser nachgehen würde.«

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Polizei-Ausbildung in Rheinland-Pfalz: Fast zehn Bewerbungen auf jeden Studienplatz

Der SWR berichtet unter der Überschrift Polizeihochschule am Hahn: „Genug Bewerber für die Kommissar-Ausbildung über die Situation in Rheinland-Pfalz“.

»Die Hochschule der Landespolizei Rheinland-Pfalz am Hahn zieht eine positive Bilanz zum Ausbildungsjahr 2017. Auf jeden der 560 Anwärterposten gab es fast zehn Bewerbungen.«

»Damit stehe die Landespolizei sehr gut da, sagte der Leiter der Zentralstelle für Werbung und Einstellung, Ernst Marx. Die Polizei könne sich die besten Köpfe aussuchen. Das sei auch auf eine spezielle Nachwuchs-Kampagne zurückzuführen, die 2014 gestartet wurde. Sie spreche geeignete Bewerber gezielt an. Daraufhin seien die Bewerberzahlen spürbar nach oben gegangen. Ein weiterer Punkt sei die hohe Jobsicherheit durch das Beamtenverhältnis und schließlich auch eine attraktive Vergütung schon während der Ausbildung.

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Wie viel Polizei braucht Deutschland? Die Frage scheint einfacher als sie ist. Auch die Medien gehen ihr nach

In den vergangenen Monaten wurde in den Medien immer wieder über die Situation der Polizei berichtet. Auch das ZDF hat sich mit einer Reportage zu Wort gemeldet: „Wie viel Polizei braucht Deutschland?“, so der Titel der Dokumentation: »Diebesjagd und Demo, tragischer Unfall und Terrorabwehr. Die Polizei ist rund um die Uhr im Einsatz. Nie zuvor war sie in Deutschland so wichtig wie heute, nie zuvor stand sie so unter Druck.«

Aus der Beschreibung der Autoren der Doku:

»Polizisten klagen über schlechte Ausstattung. Überall fehle es an Personal. ZDFzeit fragt: Wie ernst ist die Lage? Welche Folgen hat das für jeden von uns? Gibt es wirklich „No-go-Areas“, rechtsfreie Räume, in denen die Ordnungshüter so gut wie machtlos sind?

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Der Blick ins Nachbarland: Die Polizei in Frankreich hat nicht nur ein Imageproblem

Eine interessante und nachdenklich stimmende Sendung von Deutschlandfunk Kultur über die Situation vieler Polizisten in unserem Nachbarland:

Selten beklatscht, oft gehasst: Frankreichs Polizisten in Zeiten des Terrors: Das Image der „Flics“ in Frankreich war nie besonders gut: Sie treten aggressiv auf und greifen rasch zu Elektroschocker und Hartgummigeschoss-Pistolen. Doch die Prügelknaben der Nation im Ausnahmezustand sind heute selbst erschöpft und traumatisiert.

In dem Beitrag werden einige Punkte angesprochen, die auch auf der #SIKO17 eine Rolle spielen werden, beispielsweise das Verhältnis zwischen Polizei und Bürgern. Das in Frankreich sicher noch einmal deutlich angespannter zu sein scheint als zuweilen in Deutschland.

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