Wenn der öffentliche Raum zu einem Angstraum (gemacht) wird. Das Beispiel Ebertplatz in Köln

Das Thema Sicherheit und Unsicherheit im öffentlichen Raum ist auch eines, das auf der #SIKO17 angesprochen wird. Man sollte nicht unterschätzen, wie das, was und wie die Bürger beispielsweise öffentliche Plätze wahrnehmen, wirkt.

In den vergangenen Wochen gab es beispielsweise zahlreiche Berichte über Obdachlose, die in Berlin Grünanlagen für ihre Schlafstätten okkupiert hatten. Und über den Alexanderplatz in Berlin wurde hier ja schon berichtet – vgl. dazu den Beitrag Das eine tun und das andere nicht lassen. Polizei und Sozialarbeit am Beispiel des „gefährlichsten Ortes“ in Berlin vom 7. November 2017.

Und aus Köln wird seit längerem – zumeist sehr negativ – von den Entwicklungen auf und um den Ebertplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs berichtet:
»Der Kölner Ebertplatz ist ein Treffpunkt von Dealern, Obdachlosen und Krawallmachern. Politiker wollen eine Mauer bauen, Künstler das Leben auf den Platz zurückholen«, so Christian Barth in seinem Artikel Ebertplatz in Köln: Gegen die Angst. Und die Beschreibung liest sich wie ein Polizeibericht.

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„Intensivtäter“ – was sind das für (junge) Menschen?

Gefangen: Ein Jahr mit einem Bremer Intensivtäter – so der Titel einer Multimedia-Reportage, die vom Weser-Kurier in Bremen veröffentlicht wurde.

»Samir ist 18, als er viermal Menschen eine Waffe an den Kopf hält und Geld fordert. Samir ist Intensivtäter. Er ist einer von denen, für die manche schon viel früher härtere Strafen fordern. Wir haben Samir ein Jahr begleitet: im Gefängnis und auf den ersten Schritten zurück in die Gesellschaft.«

Auch von anderen Medien wurde das Thema „Intensivtäter“ aufgegriffen. So im Juli dieses Jahres vom Politikmagazin „Exakt“ (MDR-Fernsehen).

Es geht um den Beitrag „Mein Sohn, der Intensivtäter“: »Jens sitzt im Gefängnis. Seine eigene Mutter hat ihn angezeigt. Der 23-Jährige hat zahlreiche Straftaten begangen. Doch daraus lernen, das fällt ihm schwer. Die Mutter kämpft für seine Zukunft – auf ihre Art.«

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Polizei im Umbruch – Herausforderungen und Zukunftsstrategien. Die Herbsttagung 2017 des BKA und der Bezug zur #SIKO17

Am 15. November 2017 fand die Herbsttagung 2017 des Bundeskriminalamtes (BKA) statt. Sie stand unter der Überschrift Polizei im Umbruch – Herausforderungen und Zukunftsstrategien. Bei dieser Tagung ging es darum, »bestehende wie auch künftige Herausforderungen in der Arbeit der Strafverfolgungsbehörden aufzuzeigen, vor denen sie angesichts der anhaltenden weltweiten Krisen und Konflikte, der anhaltenden Bedrohung durch den internationalen Terrorismus, transnational agierender Cyberkrimineller und weltweit agierender organisierter Tätergruppierungen stehen. Nationale wie internationale Perspektiven unter besonderer Berücksichtigung digitaler Entwicklungen zeichnen dabei die Konturen des Umbruchs, in dem sich die Polizeien derzeit befinden.« Die einzelnen Redebeiträge und Präsentationen kann man hier abrufen. In diesem Kontext sei auch auf einen Vortrag von Ralf Martin Meyer, dem Polizeipräsidenten der Stadt Hamburg, hingewiesen: Moderne Großstadtpolizei im Umbruch – Herausforderungen und Zukunftsstrategien, so der Titel seines Beitrags. Die von ihm aufgerufenen Themen – u.a. Sicherheitsgefühl und lokale Sicherheitsarbeit, Vernetzung und Frühwarnsystem und Gefährdungseinschätzung zwischen psychischer Labilität und terroristischer Radikalisierung – werden auch auf der #SIKO17 in Koblenz eine prominente Rolle spielen.

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Die Kriminalität nimmt ab, die Ängste aber nicht. Zur Problematik einer sich verselbständigenden Kriminalitätswahrnehmung

Das kennen wir auch aus Deutschland – eine zuweilen recht große Lücke zwischen der wahrgenommenen und der tatsächlichen Kriminalität. Und man sollte die Folgen nicht unterschätzen, denn Kriminalitätsfurcht kann sich verselbständigen und weitreichende Konsequenzen bis in den politischen Raum haben.
Vor diesem Hintergrund ist der Blick über den nationalen Tellerrand ergänzend hilfreich. Und dabei soll das Augenmerk gerichtet werden auf ein Land, in dem die Kriminalität eine weitaus größere und damit für die Menschen noch belastendere Ausformung angenommen hat als beispielsweise in Deutschland. Gemeint sind die USA.

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