Wachdienste: Viel Druck für wenig Geld. Hinter den Kulissen der Sicherheitsbranche

Das ist das Thema einer längeren Sendung des Deutschlandfunks vom 29. Januar 2019.

Mehr als 250.000 Beschäftigte zählt die Sicherheitsbranche mittlerweile in Deutschland. Seit den Übergriffen des Wachpersonals auf Flüchtlinge in einem Aufnahmelager in Burbach gelten Wachmänner oft als Rechtsradikale in Uniform. Dabei gibt es kaum eine Sparte, in der mehr Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten.

Der Konkurrenzdruck ist enorm: Der Preis ist für viele Auftraggeber das ausschlaggebende Kriterium. Das geht vor allem auf Kosten der Beschäftigten: niedrige Löhne, gefährliche Arbeitsbedingungen.

Eine 40-stündige Schnellqualifikation ist Mindestvoraussetzung, um in der typischen Seiteneinsteigerbranche tätig zu werden, in der vom Schulabbrecher bis hin zum arbeitslosen Akademiker die unterschiedlichsten Biographien anzutreffen sind. Ein Blick hinter die Kulissen der Sicherheitsbranche.

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Berlin: Neue Hundertschaften für die Polizei. Wirklich oder nur auf dem Papier?

Drei Hundertschaften mit rund 300 Beamten werden in Berlin geschaffen, berichtet Alexander Dinger Anfang des neuen Jahres in seinem Artikel Mehr Aufgaben: Berlin stellt die Polizei neu auf. »Die Berliner Polizei soll drei neue Einsatzhundertschaften bekommen. Das teilte die Innenverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber mit. Bislang war immer nur von einer Hundertschaft die Rede, die noch in diesem Jahr aufgebaut werden soll.« Außerdem sollen auch neue, familienfreundlichere Dienstplanmodelle getestet werden, mit denen die Beamten besser planen können. Das hört sich doch erfreulich an. Warum dann aber die Ergänzung »Die Gewerkschaften kritisieren die Pläne scharf«?

»In der Hauptstadt sind in den vergangenen Jahren immer mehr Einsätze hinzugekommen. Vor allem die vielen Demonstrationen machen der Polizei zu schaffen. Der Bedarf an mehr Personal wird von keinem bestritten.«

Die Hundertschaften kommen beinahe täglich zum Einsatz, etwa bei Fußballspielen oder Demonstrationen, aber auch bei Abschiebungen, Kriminalitätsbekämpfung oder bei Vermisstenfällen. Eine Einsatzhundertschaft besteht aus drei Zügen mit jeweils 25 bis 35 Bereitschaftspolizisten. 

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Arabische Clans. Eine unterschätze Gefahr, meint Ralph Ghadban. Ein Buch mit viel Resonanz, aber auch Kritik

Das Thema „Clan-Kriminalität“ hat ja seit einiger Zeit Hochkonjunktur, nicht nur in den Medien. Auch das Bundeskriminalamt hat sich vor kurzem zu dem Thema geäußert: BKA will Clan-Kriminalität stärker ins Visier nehmen. Das Bundeskriminalamt (BKA) will die Verbrechen von türkisch- und arabischstämmigen Clans in Deutschland genauer ins Visier nehmen. Im nächsten Bundeslagebild zur Organisierten Kriminalität werde es erstmals ein Kapitel geben mit dem Titel „Kriminelle Mitglieder von Großfamilien ethnisch abgeschotteter Subkulturen“, so wird eine BKA-Sprecherin zitiert.

»Nach Angaben des BKA geht von kriminellen Clans mit ausländischen Wurzeln eine Bedrohung aus. „Die Kriminalität von Angehörigen türkisch- und arabischstämmiger Großfamilien zeichnet sich durch eine grundsätzlich ethnisch abgeschottete Familienstruktur aus, die unter Missachtung der vorherrschenden staatlichen Strukturen, deren Werteverständnis und Rechtsordnung eine eigene, streng hierarchische, delinquente Subkultur bildet“, sagte die Sprecherin. In den bisherigen Lagebildern habe man das Thema nur gestreift.«

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Erfolgreiche 2. Runde der Sicherheitsgespräche am Deutschen Eck – und es wird weitergehen mit der SIKO

Die 2. Sicherheitsgespräche am Deutschen Eck in der Hochschule Koblenz wurden erfolgreich durchgeführt. Es gab wieder einen intensiven Austausch und viele Fachinformationen. Eine Dokumentation der #SIKO17 wird demnächst hier auf dieser Seite verfügbar sein.

In der Zwischenzeit werden Sie auf dieser Seite regelmäßig mit neuen Beiträgen aus den Themenfeldern der Sicherheitsgespräche am Deutschen Eck versorgt. Bitte schauen Sie regelmäßig vorbei und bleiben Sie der #SIKO gewogen.

Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz: 2. Sicherheitsgespräche am Deutschen Eck in Koblenz: Bürgernähe und kooperative Sicherheitsarbeit als Seismograf für lokale Problemstellungen

In der aktuellen Sicherheitsdebatte werden neben parteipolitischen und ideologischen Nebenschauplätzen auch von Bundespolitikern die Schwachstellen unseres föderalen Systems herausgestellt. Gerade das Attentat am Berliner Breitscheidplatz vom 19. Dezember 2016 hat eine tiefgehende Debatte über die Defizite in der Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden ausgelöst. Damit einher geht die Forderung nach mehr Kompetenzen für den Bund. Doch ist eine Zentralisierung wirklich die Lösung?

Eine reflexartige Abschottung sowie einseitige Aufrüstung und Verschärfung der Sicherheitsgesetze führt im Ergebnis zur Entfremdung von Staat und Bürger. Damit laufen wir Gefahr, den wichtigsten Partner, nämlich die Menschen in unserem Land, aus dem Blick zu verlieren. Mit einer auf Bürgernähe und Kooperation ausgerichteten Sicherheitsarbeit soll daher ein Gegenimpuls zu einer unreflektierten Aufrüstung und Zentralisierung sowie einem Verharren im Ausnahmezustand gesetzt werden.

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