Die Jugendgewalt ging zurück und hat sich an den Stadtrand verschoben. Das mit dem Stadtrand und den Großsiedlungen bleibt, aber sie steigt wieder. Das Beispiel Berlin

Seit mehreren Jahren wird in dem Blog Aktuelle Sozialpolitik über unterschiedliche Themen mit sozialpolitischer Bedeutung berichtet – und hin und wieder sollte man ältere Beiträge wieder aufrufen und überprüfen, ob das, was dort berichtet wurde, weiter Bestand hat. Das gilt beispielsweise für ein Thema von an sich hoher gesellschaftlicher Relevanz und Brisanz, das aber wenn überhaupt nur punktuell und dann in aller Regel skandalisierend (und die Unsicherheitsgefühle verstärkend) aufgerufen wird in den Medien: Jugendgewalt.

Viele werden sich erinnern, dass die immer dann bis in die Talk-Shows hochgezogen wird, wenn irgendwo ein schrecklicher Einzelfall passiert ist, den man dann zu bearbeiten versucht. Bei vielen Menschen bleibt dann hängen, dass wir in gefährlichen Zeiten leben und irgendwie alles schlimmer wird.

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Wenn der öffentliche Raum zu einem Angstraum (gemacht) wird. Das Beispiel Ebertplatz in Köln

Das Thema Sicherheit und Unsicherheit im öffentlichen Raum ist auch eines, das auf der #SIKO17 angesprochen wird. Man sollte nicht unterschätzen, wie das, was und wie die Bürger beispielsweise öffentliche Plätze wahrnehmen, wirkt.

In den vergangenen Wochen gab es beispielsweise zahlreiche Berichte über Obdachlose, die in Berlin Grünanlagen für ihre Schlafstätten okkupiert hatten. Und über den Alexanderplatz in Berlin wurde hier ja schon berichtet – vgl. dazu den Beitrag Das eine tun und das andere nicht lassen. Polizei und Sozialarbeit am Beispiel des „gefährlichsten Ortes“ in Berlin vom 7. November 2017.

Und aus Köln wird seit längerem – zumeist sehr negativ – von den Entwicklungen auf und um den Ebertplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs berichtet:
»Der Kölner Ebertplatz ist ein Treffpunkt von Dealern, Obdachlosen und Krawallmachern. Politiker wollen eine Mauer bauen, Künstler das Leben auf den Platz zurückholen«, so Christian Barth in seinem Artikel Ebertplatz in Köln: Gegen die Angst. Und die Beschreibung liest sich wie ein Polizeibericht.

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Das eine tun und das andere nicht lassen. Polizei und Sozialarbeit am Beispiel des „gefährlichsten Ortes“ in Berlin

Der Alexanderplatz ist der „kriminalitätsbelastete Ort“ Berlins. Am Mittag, zwischen den Verkäufern, merkt man wenig davon. Doch nachts sieht es anders aus. So beginnt der Artikel Mittags Straßenmusik, nachts Massenschlägerei von Frank Bachner. Auf der Polizeiliste der „kriminalitätsbelasteten Orte“ rangiert der Alexanderplatz ganz oben.

Und das ist wahrlich keine Einbildung: Laut Statistik aber registriert die Polizei hier jeden Tag zwei Körperverletzungen und sieben Diebstähle. Vergangenes Jahr zählte sie 7820 Straftaten. Und das sind nur die, die gemeldet wurden.

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