Die Verwobenheit von innerer und sozialer Sicherheit und der verlorene Kampf der Polizei am Ende der Kette. Frankreich als nachdenkenswertes Beispiel

Innere und soziale Sicherheit sind unauflösbar miteinander verbunden. Viel zu oft werden sie losgelöst voneinander diskutiert bzw. Lösungsversuche ausschließlich der einen oder anderen Seite zugeschoben. Das wird auch ein wichtiges Thema auf der #SIKO17, den zweiten Sicherheitsgesprächen am Deutschen Eck in Koblenz am 27. November 2017 werden.

Wie oft hat man das schon sehen müssen – da eskalieren gesellschaftliche Konflikte und die Polizeibeamten werden in einen Kampf beordert, den sie vielleicht kurzfristig, niemals aber nachhaltig gewinnen können. Und in diesen Tagen wird uns aus Frankreich ein weiteres Beispiel dazu berichtet.

Viele werden sich erinnern an die schweren Unruhen, die unser Nachbarland vor über zehn Jahren heimgesucht haben. Bei den gewalttätigen Unruhen in Frankreich im Oktober und November 2005 handelte es sich um eine Serie von zunächst unorganisierten Sachbeschädigungen und Brandstiftungen sowie gewalttätigen Zusammenstößen mit der Polizei in der so genannten Banlieue des Großraums Paris, die am Donnerstag, dem 27. Oktober 2005, nach dem Unfalltod zweier Jugendlicher begannen. Zunächst beschränkten sich die Ausschreitungen auf den Heimatort der Jugendlichen, den Pariser Vorort Clichy-sous-Bois. Im Laufe der folgenden Tage weiteten sich die Unruhen zunächst auf Départements des Pariser Umlands wie Seine-et-Marne oder Val-d’Oise, später auch auf andere französische Städte wie Lille, Rouen, Rennes, Dijon, Toulouse und Marseille aus. Alleine am Abend des 3. November wurden 500 Autos und mehrere Häuser in Aulnay-sous-Bois, Neuilly-sur-Marne, Le Blanc-Mesnil sowie im Département Yvelines in Brand gesteckt.

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Der Blick ins Nachbarland: Die Polizei in Frankreich hat nicht nur ein Imageproblem

Eine interessante und nachdenklich stimmende Sendung von Deutschlandfunk Kultur über die Situation vieler Polizisten in unserem Nachbarland:

Selten beklatscht, oft gehasst: Frankreichs Polizisten in Zeiten des Terrors: Das Image der „Flics“ in Frankreich war nie besonders gut: Sie treten aggressiv auf und greifen rasch zu Elektroschocker und Hartgummigeschoss-Pistolen. Doch die Prügelknaben der Nation im Ausnahmezustand sind heute selbst erschöpft und traumatisiert.

In dem Beitrag werden einige Punkte angesprochen, die auch auf der #SIKO17 eine Rolle spielen werden, beispielsweise das Verhältnis zwischen Polizei und Bürgern. Das in Frankreich sicher noch einmal deutlich angespannter zu sein scheint als zuweilen in Deutschland.

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