Der Polizei fehlt Kompetenz im Kampf gegen Cyberkriminalität

Das Land Rheinland-Pfalz sollte sich stärker um junge IT-Fachleute bemühen, fordert Joachim Thees von der TU Kaiserslautern. Das sei im Kampf gegen Cyberkriminalität zwingend nötig. Das kann man dieser Meldung des SWR entnehmen: TU Kaiserslautern: Polizei fehlt Kompetenz.

Im Jahr 2018 sind Cybercrime-Delikte in Rheinland-Pfalz auf 12.596 Fälle angestiegen. Das sind 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit machen Cybercrime-Delikte rund 5 Prozent der Gesamtstraftaten im Land aus.

Joachim Thees vom Fachbereich Informatik der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern sieht Rheinland-Pfalz und seine Polizei bislang dafür schlecht gewappnet. Es fehlten eine optimale Ausstattung und vor allem Fachleute.

Thees empfiehlt Polizei und Kriminalämtern, stärker für sich zu werben. Bislang würden Studierende aus dem IT-Bereich die Polizei als möglichen Arbeitgeber nicht so sehr wahrnehmen.

Der Informatiker räumt ein, dass das Land mit der freien Wirtschaft um junge Talente konkurriere. Die Bezahlung im öffentlichen Dienst sei da ein Nachteil.

Das „Darknet“ soll gesetzgeberisch in die Mangel genommen werden. Wer kann was dagegen haben? Es sind nicht wenige kritische Stimmen

Über das „Darknet“ kann man nicht schlecht genug reden. Das ist die eine Seite der Wahrheit. Drogen, Waffenkäufe, das Anheuern von Auftragsmördern oder die Abwicklung aller Formen von Kriminalität werden in diesem Schattenreich des Internet abgewickelt. Zugleich ist es aber auch – so widersprüchlich das daherkommen mag – ein Reich der Freiheit, beispielsweise für politisch verfolgte Dissidenten oder Tummelplatz für Whistleblower, die ansonsten erledigt wären, bevor sie möglicherweise über kriminelle Machenschaften berichten können.

In diesem Kontext muss man die folgende Meldung des Bundesrates zur Kenntnis nehmen: Bundesrat fordert härtere Strafen für das Anbieten illegaler Dienste im Darknet: »Der Bundesrat hat am 15. März 2019 einen Gesetzesentwurf beschlossen, der es den Ermittlungsbehörden erleichtern soll, gegen Betreiber illegaler Handelsplattformen im Darknet strafrechtlich vorzugehen. Vorgesehen ist die Einführung eines eigenen Straftatbestandes § 126 a im Strafgesetzbuch. Danach wäre das Anbieten von Leistungen im Darknet strafbar, wenn diese wiederum Straftaten wie das Verbreiten von Rauschgift, Sprengstoff oder Kinderpornografie ermöglichen. Die vorgeschlagenen Regelungen enthalten außerdem einen Auslandsbezug: Portalbetreiber könnten auch bestraft werden, wenn sie ihre Leistungen zwar im Ausland anbieten, diese aber im Inland rechtswidrige Straftaten ermöglichen. Bei einer Strafbarkeit nach § 126 a Strafgesetzbuch soll ein Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren drohen.«

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Cyberkriminalität – die Betrugsmaschen werden immer ausgeklügelter

Allein in München wurden in den vergangenen drei Monaten 15 Münchner Firmen durch Cyberkriminalität um insgesamt eine halbe Million Euro gebracht. Die Polizei ist bei den kriminellen Machenschaften bislang oftmals machtlos. Aus welchen Ländern die Täter operieren, ist bislang laut Polizei ebenfalls unklar. Darüber berichtet Thomas Anlauf unter der Überschrift Hacker erbeuten bei Firmen eine halbe Million Euro in der Süddeutschen Zeitung.

»Es ist ein raffinierter Trick, auf den selbst größere Firmen hereinfallen und um viel Geld betrogen werden. International agierende Betrüger verschaffen sich vermutlich mit Phishing-Mails Zugang zu Mail-Accounts von Unternehmen und leiten dann in einer ausgeklügelten Aktion Geld auf ihre Konten.« Aber wie läuft das genau ab?

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