Die Armut in der Stadt – auch ein Thema der inneren Sicherheit

Viele Sozialwissenschaftler, die sich mit Armutsfragen und Stadtentwicklung beschäftigen, weisen seit Jahren darauf hin, dass wir in vielen Großstädten eine zunehmende und sich beschleunigende Polarisierung dergestalt beobachten müssen, dass sich die Menschen voneinander separieren. Hier die Viertel der Mittel. und Oberschicht, dort die Quartiere, in denen sich viele Menschen konzentrieren, die mit wenig Geld auskommen müssen, von denen viele auf Hartz IV oder andere Transferleistungen angewiesen sind. In die oftmals Menschen mit Migrationshintergrund ziehen, die woanders keine Wohnungen finden können. Und in denen viele Kinder aufwachsen. Unter wahrlich schweren Bedingungen.

Damit beschäftigt sich diese ZDF-Dokumentation, in der auch ein Vertreter vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sowie zwei Stadtteil-Polizisten zu Wort kommen. Hier kann man sich in der Mediathek des ZDF das Video anschauen*:

➔ Arme Stadt, reiche Stadt. Wo die Armut wohnt (ZDFinfo, 06.03.2019): »Die räumliche Trennung von Arm und Reich nimmt in fast allen deutschen Städten zu. Menschen mit wenig Einkommen ballen sich in einzelnen Wohnbezirken. Daraus resultieren viele Probleme. Soziologen sind sich einig, dass das Umfeld auf das eigene Verhalten stark abfärbt. Insbesondere Kinder leiden darunter. Deshalb fordern Experten mehr Hilfen für Schulen in Armutsvierteln. Nur so ließen sich später ein Abrutschen in die Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Perspektivlosigkeit verhindern. Der Film zeigt die Situation in Köln, Bremen und Halle an der Saale.«

*) Laut Angaben des ZDF Video verfügbar bis 05.03.2020