Die #SIKO17 in Koblenz. Erste Eindrücke

Die 2. Sicherheitsgespräche am Deutschen Eck an der Hochschule Koblenz haben begonnen.

Die Teilnehmer – darunter viele Vertreter aus den Sicherheitsbehörden des Landes – wurden vom Präsidenten der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Bosselmann-Cyran, herzlich am RheinMoselCampus der Hochschule begrüßt.

In seiner Begrüßung hob der Gastgeber der #SIKO17 hervor, dass die gemeinsame Durchführung der Veranstaltung mit der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz nun schon in der zweiten Auflage verdeutlicht, dass es einen großen Bedarf an einer gemeinsamen Auseinandersetzung mit den sicherheitsrelevanten Themen gibt. Dies auch deshalb, weil an der Hochschule Koblenz Studiengänge angeboten werden, deren Absolventen, beispielsweise in der Sozialen Arbeit, den Wirtschaftswissenschaften oder auch den Architekten, später oftmals mit sicherheitsrelevanten Themen konfrontiert werden und viele Sicherheitsprobleme nur dann wirklich bearbeitet werden können, wenn die Professionen miteinander sprechen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Man denke hier nur an die Planung und Gestaltung von Stadtteilen und Wohnquartieren.

Ebenfalls begrüßt wurden die Teilnehmer von Friedel Durben, dem Direktor der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz. Ein besonderer Gruß ging dabei auch die anwesenden Bachelor- und Master-Studierenden seiner Hochschule, die die Sicherheitsgespräche aufmerksam verfolgen und sich beteiligen können.

Für die Keynote auf der #SIKO17 konnte Ministerpräsident a.D. Kurt Beck gewonnen werden – er sprach in seiner Funktion als Beauftragter für die Opfer des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor einem Jahr.

Kurt Beck hielt eine beeindruckende Rede – sowohl emotional die oftmals vergessene Opferperspektive in den Mittelpunkt stellend, aber auch die strukturellen Defizite beim Umgang mit den Betroffenen klar benennend.

Darüber hinaus entwickelte Beck notwendige Reformvorschläge in unterschiedlichen Bereichen, um eine bessere Betreuung und Versorgung der von solchen schrecklichen Ereignissen betroffenen Menschen erreichen zu können. Die Verknüpfung der individuellen Tiefen und Untiefen mit wertvollen Hinweisen, wo wir es in Zukunft besser machen können, wurde von den Teilnehmern als große Bereicherung empfunden.

Ein roter Faden in der Rede des Opferbeauftragten der Bundesregierung war immer wieder die Notwendigkeit, dass mit den Menschen direkt und einfühlsam gesprochen wird, dass man sich um sie kümmert, ihnen ein wenig von der unermesslichen Last abnehmen kann.

Über eine moderne Form der Kommunikation mit den Bürgern – und die ist in den heutigen Zeiten nötiger denn je – berichtete dann André Karsten, der im Polizeipräsidium Frankfurt am Main für das Social Media Team zuständig ist, in seinem Vortrag „Außendarstellung der Polizei in gefühlt unsicheren Zeiten“.
Karsten hat einen faszinierenden Einblick in die Social Media-Arbeit der Frankfurter Polizei gegeben, die auf Twitter, Facebook und Instagram unterwegs ist und über diese Kanäle ganz viele Menschen erreichen kann, die ansonsten keinen Kontakt haben würden zur Arbeit der Polizei. Er konnte in seinem Vortrag auch aufzeigen, dass es seitens der Bürger eine enorme positive Resonanz gibt, wenn die Polizei die immer wichtiger werdenden Kommunikationskanäle verantwortungsvoll – und zweiten wenn es passt auch mit Humor – nutzt.

Seit diesem ersten Teil befinden sich die Teilnehmer in den unterschiedlichen Fachforen, die auf der #SIKO17 angeboten werden.